Der Märchendoktor

Joachim Huber
Since 12/2024 95 Episoden
Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen?

Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte.

Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen. 

Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund!

Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert.

Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln.

Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben.

Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen.

Ich wünsche meinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie staunen, sich ein bisserl gruseln aber, ganz wichtig, Mut bekommen und nicht aufgeben, auch wenn es im echten Leben manchmal sehr schwierig wird.
Ab 1901 entstand eine Blütezeit der deutsch-jüdischen Kinderbücher, mit wunderbaren Zeichnungen ausgestattet vermitteln diese Bücher dem jüdischen Kind Geschichten, die es nachvollziehen kann. 
Einige versuchten, die Schwierigkeiten, Herausforderungen, aber auch Freuden, mit denen ein jüdisches Kind konfrontiert war, zu thematisieren. 

Über den österreichischen Kinderbuchautor Siegfried Abeles (1884 – 1937) ist nicht viel bekannt. Er war Pädagoge, Primaschullehrer, arbeitete während des Ersten Weltkriegs für die jüdische Kriegsblindenfürsorge und beschäftigte sich mit der Blindenschrift für die jiddische und hebräische Sprache. 

Abeles war als Inspektor von Kindergärten und Heimen des Vereins der jüdischen Kinderfreunde tätig. 
Seine Leidenschaft galt der Arbeit mit den Kindern der jüdischen Gemeinde Wiens, die er beim Lernen unterstützte und mit ihren jüdischen Wurzeln verband. (Quelle: Taschenbuch - Gansverlag.de).

Ich erzähl Euch heute „gezund und munter und a maise bunter“- also a` Geschicht rund um das Buch „Tams Reise durch die jüdische Märchenwelt“ und erkläre einige jüdische Begriffe.

Danach erzähl ich Euch vom „Schofar Macher“ Aron Feitwel, er fertigt traditionell aus dem Horn eines Widders das Blasinstrument, das vor allem zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana und zum Versöhnungstag Jom Kippur geblasen wird.

Rosch ha-Schana beginnt heuer am Freitag, den 11. September, bei Sonnenuntergang und endet am Sonntag, den 13. September, nach Einbruch der Dunkelheit, es ist der Beginn des jüdischen Jahres 5787.
Die Jahreszählung beginnt traditionell mit der Schöpfung der Welt. Das gregorianische Jahr 2026 fällt größtenteils mit dem jüdischen Jahr 5786 zusammen.

Man wünscht sich gegenseitig „Schana towa u'metuka“- („Ein gutes und süßes Jahr!“) – passend zu dem Brauch, Äpfel in Honig zu tunken.

Runde Challa: Das festliche Brot ist rund geformt, um den Kreislauf des Jahres zu symbolisieren.

Taschlich: Sünden werden symbolisch bei einem Spaziergang an fließendem Wasser durch das Auswerfen von Brotstückchen abgeworfen.

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