Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen?
Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte.
Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen.
Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund!
Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert.
Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln.
Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben.
Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen.
Ich wünsche meinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie staunen, sich ein bisserl gruseln aber, ganz wichtig, Mut bekommen und nicht aufgeben, auch wenn es im echten Leben manchmal sehr schwierig wird.
3 Sagen und Märchen vom Attersee
"Die Sage von der Nixe Adhara", "Die Sage von der Teufelsbrücke" und "Die Rache des Dachsteinkönigs"
05.04.2026 13 min
Die Sage von der Nixe Adhara
Die gütige Nixe lebte einst im tiefen Wasser des Attersees und verkörperte die magische, teils machtvolle Natur des Wassers.
Der Name Attersee wird erstmals im Jahr 798 als super lacum Aterse erwähnt.
Er leitet sich höchstwahrscheinlich von der vorkeltischen Wurzel „ata“ ab, was Wasser bedeutet. Eine andere Theorie besagt, dass er von der Nixe „Adhara“ abstammt.
Der Sage nach schenkte die Nixe Adhara dem See seinen einzigartigen Wert, indem sie ihn mit Edelsteinen und Gold bereicherte. Doch mehr noch: Sie half den Menschen der Region in schwierigen Zeiten, schenkte Zuversicht und förderte das Miteinander.
Sie unterstützte die notleidende Bevölkerung, indem sie glitzernde Kostbarkeiten am Ufer hinterließ.
Die Gier der Menschen führte dazu, dass sie nicht mehr half und sich zurückzog. Es heißt, sie wohnt seither hinter dem Nixenfall im Weißenbachtal.
Der Nixenfall, ein ca. 80 Meter hoher Wasserfall, ist das Ziel einer Wanderung im Weißenbachtal. Die Wanderung gilt als kinderfreundlich und führt durch ein ruhiges Waldgebiet.
Adhara wird nachgesagt, für das charakteristische Funkeln des Attersee-Wassers verantwortlich zu sein.
In Kammer, eine Ortschaft der Gemeinde Schörfling am Attersee wurde eine Metallplastik der Nixe aufgestellt.
Die Sage von der Teufelsbrücke
Die Bewohner von Weyregg (oder ein Müller) baten den Teufel, eine Brücke über den Attersee zu bauen, um den beschwerlichen Weg zu verkürzen.
Der Teufel forderte als Lohn die Seele des ersten Wesens, das die Brücke überquert.
Der Teufel arbeitete nachts, wobei er eine Landzunge errichtete und Pfähle in den See rammte.
Als der Bau sich verzögerte, brachte der Müller den Hahn zu vorzeitigem Krähen, wodurch die magische Arbeitszeit endete.
Wütend über das Scheitern, zerstörte der Teufel die Brücke, wobei ein Teil unterging.
Die Rache des Dachsteinkönigs
Die Sennerinnen auf der Dachsteinalm feierten und tanzten, statt zu arbeiten, und zeigten keinen Respekt vor den Bergen.
Der Dachsteinkönig verwandelte die Sennerinnen samt ihrem Vieh zur Strafe in Felsgestein.
An heißen Sommertagen fließt laut Sage ein milchweißer Bach vom Eisfeld hinab über Fels und Geröll in die Gosau-Seen.
Dieser Bach wird als die "Tränen" oder die "Rache" des Dachsteinkönigs interpretiert, der die verwünschten Sennerinnen damit symbolisch weiter büßen lässt.
Die Geschichte des Dachsteingebirges und des Inneren Salzkammerguts ist geprägt vom prähistorischen Salzbergbau in Hallstatt. Die erste Anwesenheit des Menschen ist durch einen Hirschgeweihpickel aus dem Salzberg-Hochtal, dessen Entstehung mittels der Radiokarbonmethode auf 5000 v. Chr. bestimmt wurde, belegt. Der erste Salzabbau im Hallstätter Salzberg lässt sich in der Bronzezeit um 1500 v. Chr. nachweisen.
Erzherzog Johann war einer der ersten Erschließer, der als Jäger und begeisterter Bergsteiger bereits 1810 das östliche Dachsteingebirge überschritt. Den Hauptkamm überquerte er über die Feister Scharte im Bereich des heutigen Guttenberg Hauses. Zwei Jahre später unternahm Erzherzog Karl einen Versuch, den Gipfel des Hohen Dachsteins zu erreichen, musste aber am Hallstätter Gletscher umkehren.
Die gütige Nixe lebte einst im tiefen Wasser des Attersees und verkörperte die magische, teils machtvolle Natur des Wassers.
Der Name Attersee wird erstmals im Jahr 798 als super lacum Aterse erwähnt.
Er leitet sich höchstwahrscheinlich von der vorkeltischen Wurzel „ata“ ab, was Wasser bedeutet. Eine andere Theorie besagt, dass er von der Nixe „Adhara“ abstammt.
Der Sage nach schenkte die Nixe Adhara dem See seinen einzigartigen Wert, indem sie ihn mit Edelsteinen und Gold bereicherte. Doch mehr noch: Sie half den Menschen der Region in schwierigen Zeiten, schenkte Zuversicht und förderte das Miteinander.
Sie unterstützte die notleidende Bevölkerung, indem sie glitzernde Kostbarkeiten am Ufer hinterließ.
Die Gier der Menschen führte dazu, dass sie nicht mehr half und sich zurückzog. Es heißt, sie wohnt seither hinter dem Nixenfall im Weißenbachtal.
Der Nixenfall, ein ca. 80 Meter hoher Wasserfall, ist das Ziel einer Wanderung im Weißenbachtal. Die Wanderung gilt als kinderfreundlich und führt durch ein ruhiges Waldgebiet.
Adhara wird nachgesagt, für das charakteristische Funkeln des Attersee-Wassers verantwortlich zu sein.
In Kammer, eine Ortschaft der Gemeinde Schörfling am Attersee wurde eine Metallplastik der Nixe aufgestellt.
Die Sage von der Teufelsbrücke
Die Bewohner von Weyregg (oder ein Müller) baten den Teufel, eine Brücke über den Attersee zu bauen, um den beschwerlichen Weg zu verkürzen.
Der Teufel forderte als Lohn die Seele des ersten Wesens, das die Brücke überquert.
Der Teufel arbeitete nachts, wobei er eine Landzunge errichtete und Pfähle in den See rammte.
Als der Bau sich verzögerte, brachte der Müller den Hahn zu vorzeitigem Krähen, wodurch die magische Arbeitszeit endete.
Wütend über das Scheitern, zerstörte der Teufel die Brücke, wobei ein Teil unterging.
Die Rache des Dachsteinkönigs
Die Sennerinnen auf der Dachsteinalm feierten und tanzten, statt zu arbeiten, und zeigten keinen Respekt vor den Bergen.
Der Dachsteinkönig verwandelte die Sennerinnen samt ihrem Vieh zur Strafe in Felsgestein.
An heißen Sommertagen fließt laut Sage ein milchweißer Bach vom Eisfeld hinab über Fels und Geröll in die Gosau-Seen.
Dieser Bach wird als die "Tränen" oder die "Rache" des Dachsteinkönigs interpretiert, der die verwünschten Sennerinnen damit symbolisch weiter büßen lässt.
Die Geschichte des Dachsteingebirges und des Inneren Salzkammerguts ist geprägt vom prähistorischen Salzbergbau in Hallstatt. Die erste Anwesenheit des Menschen ist durch einen Hirschgeweihpickel aus dem Salzberg-Hochtal, dessen Entstehung mittels der Radiokarbonmethode auf 5000 v. Chr. bestimmt wurde, belegt. Der erste Salzabbau im Hallstätter Salzberg lässt sich in der Bronzezeit um 1500 v. Chr. nachweisen.
Erzherzog Johann war einer der ersten Erschließer, der als Jäger und begeisterter Bergsteiger bereits 1810 das östliche Dachsteingebirge überschritt. Den Hauptkamm überquerte er über die Feister Scharte im Bereich des heutigen Guttenberg Hauses. Zwei Jahre später unternahm Erzherzog Karl einen Versuch, den Gipfel des Hohen Dachsteins zu erreichen, musste aber am Hallstätter Gletscher umkehren.
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